Huch, schon wieder ein Jahr vorbei. Zeit, einen Rückblick auf 1 Jahr Obst, Gemüse, Eier, Käse und auch Kuh aus der Bio Kiste zu wagen.
Hintergrund:
Vor gut einem Jahr (am 7.6.) habe ich meine erste Grünzeugskiste ins Haus geliefert bekommen. Hintergrund war mitnichten meine Faulheit was das Thema Einkaufen angeht, sondern ich wollte mein Obst und Gemüse bittesehr von regionalen Erzeugern kaufen und nicht die Bio Ware aus Israel, Ägypten, Chile usw. aus dem Supermarkt nach Hause tragen.
Qualität?
Nach Empfehlung durch eine Kollegin bin ich beim Hoflieferanten gelandet. Von dort bekomme ich nun 1x in der Woche ein Gemüsesortiment für 13,- € pro Lieferung. Drinnen steckt Gemüse der Saison. Bisher immer frisch, nie etwas gammeliges dabei und auch noch nie minderwertig. Schon mal prima.
Zusätzlich zum Gemüse hatte ich einige Wochen lang auch ein kleines Obstsortiment für 7,- €. Leider überwiegen hier die Äpfel in der Lieferung (was naheliegt, wenn man vor den Toren der Stadt eines der größten Apfelanbaugebiete Europas hat). Ich bin keine große Apfelliebhaberin, und so stapelten sich bal die Äpfel bei mir. Und so viel Apfelkuchen, Apfelmus und Aprelringe kann auch kein Mensch auf die Dauer allein vertilgen.
Also wurde die Obsttüte abbestellt und stattdessen gibt es jetzt jede Woche etwas Obst als individuelle Bestellung dazu. Auch beim Obst habe ich nichts zu meckern. Genau 1x hatte ich im vergangenen Jahr eine angeditschte Aprikose. Damit kann ich leben.
Nur Grünzeug?
Neben Obst & Gemüse kommen inzwischen auch Eier und Käse mit der Kiste ins Haus. Die Eier im "Abo", den Käse suche ich mir jede Woche aus den angeboteten Sortimenten aus. Vom "Familiensortiment" mit mildem Käse, bis zu "Spezial" mit Ziege und Schaf ist für jeden etwas dabei. Auch hier ist die Qualität absolut überzeigend. Der Käse ist nicht wirklich günstig, wobei ich 10,50 € für drei verschiedene, regionale und/oder Bio-Erzeuugnisse auch noch okay finde.
Alle paar Monate wird vom Hoflieferanten über ein Extra-Angebot Rindfleisch feil geboten. Ganz ehrlich? Das Fleisch ist jeden Euro wert. Man kann sich auch hier ein Paket mit diversen Teilen vom Rind bestellen, oder individuell zusammenstellen. Der Kilopreis ist mehr als angemessen (liegt, wenn ich mich richtig entsinne irgendwo zwischen 10,99 und 12,99 €/Kilo.
Brot bestelle ich auch ab und zu mal mit. Besonders das Dinkelsaatenbrot mag ich gern. Leider ist es nicht mehr Backofenfrisch wenn es zu Hause ankommt. Das habe ich aber auch nicht erwartet. Auch hier ist der Preis nicht deutlich höher als das Brot bei der Bäckereikette ums Eck.
Bestellen?
Die Kiste habe ich im Abo. Es gibt diverse verschiedene Kisten zur Auswahl, welche man auch nach Lust und Laune durchtauschen kann. Alle Artikel können bequem über den Onlineshop zum bestehenden Abo extra dazu bestellt werden. Bestellt man bis drei Tage vor Lieferterin, findet man die gewünschte Ware mit in der nächsten Kiste.
Die Kosten...
Ganz ehrlich? Ich gebe nicht mehr für Lebensmittel aus als ich es vorher getan habe. Ich kaufe nur deutlich weniger im Supermarkt ums Eck ein. Ich bin wirklich absolut überzeugt von "meiner" Kiste und werde auch im kommenden Jahr weiter jeden Dienstag mit Freude meine Lieferung auspacken und dabei schon mal am Obst + Käse naschen.
Fazit:
Die Idee den Versuch zu wagen war eine sehr gute. Ich kann es wirklich empfehlen. Neben dem deutlich besseren Gefühl beim Essen all der leckeren Dinge (okay, man kann mir vorwerfen, ich täte das eh nur um mein Gewissen zu beruhigen. Joa, kann sein.. und wenn?), habe ich auch noch einiges an Gemüse kennen gelernt von dem ich vorher evtl. mal etwas gehört hatte, es aber noch nie gesehen oder gegessen hatte. So wurde auch die Speisekarte um ein paar neue Ideen reicher.
Und der Plan weniger Fleisch zu Essen?
Seit die Kiste ins Haus kommt gibt es unter der Woche nur noch sehr, sehr selten Fleisch auf den Teller. Ich schätze, es kommt nur alle drei bis vier Wochen mal vor. Am Wochenende findet sich dann aber doch Huhn, Rind oder Pute im Topf. Seltener Schwein oder Fisch. Meistens ist es Fleisch mit ähnlichem Hintergrund wie das aus der Kiste, ab und zu gibt es auch noch Fleisch aus dem Supermarkt. Das ist auch okay für mich.
Ich kann sehr gut mit dem deutlich geringeren Fleischkonsum leben. Ich vermisse nichts, da ich inzwischen so viele schöne neue Rezepte ohne Fleisch ausprobiert habe. Langweilig wird es in meiner Küche eh nie.
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Montag, 11. Juni 2012
Sonntag, 13. November 2011
Fleischtest
Nachdem ich mit der Obst und Gemüsekiste ausnahmslos gute Erfahrungen gemacht habe, lag es irgendwie nahe auch das Fleischangebot vom Hoflieferanten mal auszuprobieren.
Seit meinem Entschluss, den ganz normalen Wahnsinn in den Supermärkten nicht mehr mitzumachen, habe ich eh in der Woche auf Fleisch verzichtet und am Wochenende dann nur noch Bio- Fleisch, oder welches vom Schlachter mit Herkunftsnachweis gekauft.
Da traf es sich gut, dass der Hoflieferant vorletzte Woche ein Angebot ins Haus schickte. Für die Abo-Kunden waren drei Rinder erworben worden und sollten nun geschlachtet werden. Wer wollte, konnte nun so lange der Vorrat hielt, bestellen.
Ich hab allerdings einige Zeit darauf herumgedacht, denn wer 30 Jahre lang Supermarktpreise gewohnt war, der schaut erstmal etwas erstaunt bei den -eigentlich- angemessenen Preisen.
Nun denn, ich habe dann mal nachgerechnet und am Ende bestellt. Ein Paket mit ingesamt 5 kg Fleisch ist es geworden.
Am vergangenen Freitag wurde dann geliefert. Klar, dass ich arbeiten musste, aber eine Kühlbox vor der Haustür hat auch dieses Problem ganz wunderbar gelöst.
Am Abend durfte ich dann "meine Kuh" in Empfang nehmen. Von hier stammt das Fleisch: Bauckhöfe
Seit meinem Entschluss, den ganz normalen Wahnsinn in den Supermärkten nicht mehr mitzumachen, habe ich eh in der Woche auf Fleisch verzichtet und am Wochenende dann nur noch Bio- Fleisch, oder welches vom Schlachter mit Herkunftsnachweis gekauft.
Da traf es sich gut, dass der Hoflieferant vorletzte Woche ein Angebot ins Haus schickte. Für die Abo-Kunden waren drei Rinder erworben worden und sollten nun geschlachtet werden. Wer wollte, konnte nun so lange der Vorrat hielt, bestellen.
Ich hab allerdings einige Zeit darauf herumgedacht, denn wer 30 Jahre lang Supermarktpreise gewohnt war, der schaut erstmal etwas erstaunt bei den -eigentlich- angemessenen Preisen.
Nun denn, ich habe dann mal nachgerechnet und am Ende bestellt. Ein Paket mit ingesamt 5 kg Fleisch ist es geworden.
Am vergangenen Freitag wurde dann geliefert. Klar, dass ich arbeiten musste, aber eine Kühlbox vor der Haustür hat auch dieses Problem ganz wunderbar gelöst.
Am Abend durfte ich dann "meine Kuh" in Empfang nehmen. Von hier stammt das Fleisch: Bauckhöfe
So sah das Ganze dann aus:
Im Paket befanden sich:
Hackfleisch, Rouladen, Rinderfilet, Gulasch, Rinderbraten und Ochsenbeinscheiben.
Alles beschriftet und Vakuum-Verpackt. Bis auf das Hack, musste ich nichts für die Tiefkühltruhe neu verpacken. Und das Hack auch nur, weil ich aus der gelieferten Menge 2 Portionen gemacht habe.
Einen Teil des Hacks und Rouladen haben wir an diesem Wochenende bereits verspeist. Es war sehr lecker. Das Fleisch schmeckt besser (Eigengeschmack), es hat in der Pfanne/beim Schmoren kein Wasser verloren und war zart und mager. Ich bin mit der Qualität absolut zufrieden. Der höhere Preis ist absolut in Ordnung.
Ich werde mir sicher nicht für jedes Wochenende dieses Fleisch leisten können, aber: Ab und zu im Jahr werde ich dieses Angebot auf jeden Fall nutzen. So ist es dann auch wieder etwas besonderes, wenn ein guter Braten auf den Tisch kommt :-)
Montag, 25. Juli 2011
Mittelalterliche Rezepte
Ich habe vor einigen Jahren eine recht ansehnliche Sammlung von mittelalterlichen Rezepten angehäuft. Bedingt durch mein -inzwischen abgelegtes- Hobby: Bis vor 4 Jahren war ich jeden Sommer mit einigen Freunden auf Mittelaltermärkten unterwegs. Eine meiner "Aufgaben" dort war für die Verpflegung zu sorgen. Wir verpflegten uns im Lager grundsätzlich selbst und kochten nach mittelalterlichen Rezepten, die ich aus diversen Kochbüchern, Quellen im Netz, oder über den Austausch mit anderen Kochbegeisterten bezog. Allerdings hielt ich mich nicht nur ans Frühmittelalter, welches unsere dargestellte Zeit war (ist auch eher schwer, da es aus dieser Zeit keine/kaum Überlieferungen gibt, man weiss zwar was es so an Nahrungsmitteln gegeben hat, aber das war es dann auch schon), sondern kochte „quer durchs MA“. Mir persönlich ging es dabei um das Ausprobieren dieser alten Rezepte (so das mit den heutigen Zutaten überhaupt noch geht) und die dabei zu entdeckenden interessanten Geschmackserlebnisse.
Da ich das Hobby inzwischen aufgegeben habe und die dazugehörige Webseite auch nicht mehr online ist - und ich es sehr schade finden würde, wenn die gesammelten Werke in der Versenkung verschwänden - werde ich ab und zu mal eines meiner "alten" Rezepte hier einstreuen :-)
Alle Rezepte unter der Rubrik "Mittelalterliches" wurden übrigens von mir auf einer Feuerstelle im Lager gekocht, klappt aber auch auf dem heimischen Herd :-)
Viele Grüße
Kerstin
Da ich das Hobby inzwischen aufgegeben habe und die dazugehörige Webseite auch nicht mehr online ist - und ich es sehr schade finden würde, wenn die gesammelten Werke in der Versenkung verschwänden - werde ich ab und zu mal eines meiner "alten" Rezepte hier einstreuen :-)
Alle Rezepte unter der Rubrik "Mittelalterliches" wurden übrigens von mir auf einer Feuerstelle im Lager gekocht, klappt aber auch auf dem heimischen Herd :-)
Viele Grüße
Kerstin
Dienstag, 14. Juni 2011
Und auch Kiste Nummer 2....
... überzeugt durch ihren Inhalt. Alles knackig, alles frisch.
Heute fand sich in der Kiste:
Äpfel, Birnen, Nektarinen, Erdbeeren, Zucchini, Tomaten, Aubergine, Minigurken, Kohlrabi, Brokkoli, Mangold, Eisbergsalat und ein Bund Rucola.
Außerdem wieder 6 Landeier und -extra dazu bestellt- Käse aus regionalen Käsereien. Wat freu ich mich auf`s Frühstück morgen :-)
Vor das morgige Frühstück hat der Magen aber die heutige Hauptmahlzeit gesetzt. Eine Mangold-Lasagne soll es werden. Wenn zubereitet, dann folgt hier die dazugehörige Dokumentation. Außerdem habe ich mir noch ein Rezept für Auberginenrouladen mit Schafskäse herausgesucht. Auch hier folgt später der dazugehörige Bericht.
Na denn, guten Hunger!
Dienstag, 7. Juni 2011
Die erste Obst und Gemüsekiste ist da
Ich war ja schon schwer gespannt auf die erste Hauslieferung meiner Obst und Gemüsekiste. Praktisch, dass ich im Moment Urlaub habe und die Kiste bei der ersten Anlieferung persönlich entgegen nehmen konnte.
Das ist er nun also, mein Grünfutter-Vorrat für die kommende Woche: Blumenkohl; Karotten, Zwiebeln, Minigurken, Cherrystrauchtomaten, Radieschen, Bataviasalat, Rucola, Kiwi, Bananen, Pfirsiche, Äpfel und 6 Eier. Alles knackig frisch und ohne irgendwelche gammeligen Stellen.
Ja, ich weiss, es sind Salat, Gurke und Tomaten dabei. Ich schwöre, ich werde aber sowas von gründlich waschen..Mein erstes Versuchsrezept für heute Abend wird übrigens ein Rucola-Pesto sein.
Das ist er nun also, mein Grünfutter-Vorrat für die kommende Woche: Blumenkohl; Karotten, Zwiebeln, Minigurken, Cherrystrauchtomaten, Radieschen, Bataviasalat, Rucola, Kiwi, Bananen, Pfirsiche, Äpfel und 6 Eier. Alles knackig frisch und ohne irgendwelche gammeligen Stellen.
Ja, ich weiss, es sind Salat, Gurke und Tomaten dabei. Ich schwöre, ich werde aber sowas von gründlich waschen..Mein erstes Versuchsrezept für heute Abend wird übrigens ein Rucola-Pesto sein.
Angeliefert wird der Spaß folgendermaßen:
Kisten und Eierpappe gebe ich nächste Woche dem Fahrer wieder mit. Neben der Ware gab es noch diverses Informationsmaterial. Unter anderem Tipps zur Lagerung von Obst und Gemüse, sowie Infos zu den Lieferbetrieben, weitere Angebote (Brot, Käse, Fleisch und Wurst) usw.
Mein erster Eindruck ist ziemlich gut, bin also sehr zufrieden mit meiner Entscheidung das mal auszuprobieren.
Freitag, 3. Juni 2011
Ich mache nicht mehr mit! Ein Selbstversuch
Nicht nur die Meldungen der letzten Tage bzgl. des EHEC Erregers, sondern diverse Bücher, Berichte im TV und Erfahrungen beim Einkaufen haben mich zum Nachdenken gebracht. Ich habe bisher immerhin bei meinem Einkauf zumindest darauf geachtet, woher Obst, Gemüse und Fleisch stammen. Und ich habe mehr und mehr mit dem Kopf geschüttelt, wenn ich im Supermarkt "ums Eck" Äpfel aus Neuseeland, Kartoffeln aus Ägypten und Spargel aus Chile gefunden habe. Über die Massentierhaltung um unserem Fleischbedarf gerecht zu werden will ich gar nicht weiter reden.. schlichtweg zum Heulen. Ein TV Bericht mitte letzter Woche hat mir dann den Rest gegeben: Ich will da nicht mehr mitmachen!
Der erste Schritt meinerseits war eine Liste am Küchenschrank, auf der ich ablesen kann wann im Jahr ich welches Obst und Gemüse aus heimatlichen Gefilden bekommen kann. Saisonübersicht.
Nächster Schritt: Ich will in Zukunft meinen Fleischkonsum merklich veringern. Back to the roots. Wie früher zu Hause, soll es zukünftig nur am Wochenende Fleisch geben. Und selbiges wird dann halt für teureres Geld beim Schlachter mit Nachweis woher es kommt gekauft.
Mein Obst und Gemüse kommt ab nächster Woche von einem Lieferaten der vor den Toren Hamburgs sitzt und Produkte aus ökologischem Anbau anbietet. Eier kommen zukünftig auch von eben diesem Lieferanten. Jobbedingt schaffe ich es nicht auf den Wochenmarkt zu gehen. Mit Hund ist man da eh nicht wirklich gern gesehen. Die wöchentlich gelieferte Gemüsekiste scheint mir eine gute Alternative zu sein.
Ob ich das auf Dauer durchhalte? Keine Ahnung. Ich will es zumindest versuchen.
Gefällt mir die Ware vom Lieferanten, dann kann ich auch Käse und Wurst von dort beziehen. Schauen wir mal.
Ach ja.. Smilla wird nicht in mein Experiment einbezogen. Hund bekommt weiterhin täglich ihr Fleisch. Welches zwar nicht Bio ist, aber immerhin von einem Anbieter der ebenfalls vor den Toren Hamburgs sitzt und sein Fleisch aus dem Umland bezieht.
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